Die Jugendkunstbiennale "NEUE MEDIEN" in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg
pflegt den professionalisierten Umgang mit digitalen Medien in pädagogisch
wertvoller und künstlerischer Form. Sie schafft damit ohne Zweifel ein
Kulturgut.
Für die Älteren von uns mag dies noch ungewöhnlich sein, jedoch ist der
sinnvolle Umgang mit dem Computer und seinen Möglichkeiten längst fester
Bestandteil des Alltags vieler Menschen, nicht nur Jugendlicher. Das Arbeiten
mit digitalen Medien am Bildschirm gilt zunehmend als gleichwertig und
gleichberechtigt mit den konventionellen Arbeitsmethoden. Auch wenn es
im Bereich der künstlerischen Betätigung nicht zu einer Ablösung hergebrachter
Techniken kommen wird, werden beide nebeneinander ihre Anhänger finden.
So wird das Hergebrachte bewahrt werden, während eine neue Kunstform aufblüht.
Die Gemeinsamkeit ist jedoch, dass die Ergebnisse beider Kunstformen individuell
sind und die Handschrift ihrer Autorin bzw. ihres Autors, der Künstlerin
bzw. des Künstlers zeigen.
Unabhängig vom Aspekt des künstlerischen Umgangs junger Menschen mit den
digitalen Medien ist deren Einsatz in der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken;
sie sind dort existenziell.
Ich hoffe, dass die Jugendkunstbiennale "NEUE MEDIEN" in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg
im ganzen Lande Nachahmer findet und wünsche der 3. Jugendkunstbiennale
recht viel Erfolg.
„Gib der Jugend eine Chance …
… und Du wirst die Zukunft gewinnen“, so lautet sinngemäß eine alte chinesische
Weisheit. Der Jugend eine Chance zu geben, das ist auch eines unserer
Motive für die Durchführung der Jugendkunstbiennale Neue Medien in der
Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Und die beeindruckenden Erfolge der bereits
durchgeführten Jugend-kunstbiennalen 2006 und 2008 haben gezeigt, dass
diese Chance auch reichlich genutzt wurde: Insgesamt über 1000 eingereichte
digital bearbeitete Bilder von Kindern und Jugendlichen sprechen für sich.
Die eingereichten Arbeiten – vor allem aber natürlich die prämierten Bilder
– machen außerdem deutlich, dass wir alle etwas für die Zukunft gewonnen
haben. Für die Jugendlichen war es die Erfahrung und die Befriedigung
über eigenes kreatives künstlerisches Schaffen, verbunden mit einem nicht
geringen Zuwachs an Kompetenz im Umgang mit dem PC. Für die Veranstalter
und die Sponsoren war es die erfreuliche Erkenntnis, viel Zeit und einiges
an Geld in ein sinnvolles Projekt investiert zu haben und letztendlich
war es für uns alle in der Region auch ein weiterer Schritt voran im Bemühen,
die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg als innovativen Medienstandort zu
etablieren.
Ich freue mich, dass auch 2010 wieder eine Jugendkunstbiennale Neue Medien
stattfindet. Dies ist in allererster Linie das Verdienst von Herrn Professor
Michael Hoyer und seinem Team, der mit seinem unermüdlichen Engagement
diese Veranstaltung im kulturellen Leben dieser Region fest etabliert
hat. Anerkennung und Dank gebührt aber auch allen Sponsoren und Unterstützern,
denn ohne sie wäre die Durchführung dieses Wettbewerbs nicht möglich gewesen.
In medias res:
Jugendliche motivieren – mit digitaler Kunst! Durch Fortschritte in der
Medientechnik werden wir täglich inspiriert Neues zu erschaffen. Gerade
Jugendlichen, deren Fantasie bis an weitläufige Horizonte reicht, macht
es große Freude diese Gedankenblitze in digital bearbeiteten Bildern auszuleben.
Ein Projekt zu starten, das Erfolge bringt und bei dem man vieles lernen
kann, stand für die Jugendkunstbiennale seitdem immer im Vordergrund.
Klassische Stilrichtungen aus gewohnter Kunst in Verbindung mit neuster
Medientechnik. Die Arbeit mit dem Computer und den vielfältigen Softwareprogrammen
im Bereich der digitalen Bildbearbeitung zu erlernen gehört heutzutage
zum alltäglichen Gebrauch. Aus den einfachsten Bildern entwickeln sich
künstlerische Montagen zu Meisterwerken. Dies zeigten bereits die letzten
Jahre der Jugendkunstbiennale. Bei dieser Vielzahl an Medienbegeisterten
ist es sinnvoll und notwendig das erfolgreiche Projekt weiter fort zu
führen. Digitale Bildbearbeitungsprogramme sind ein Medium, mit denen
Jugendliche in einer ihnen zeitgemäß entgegenkommenden Form ihre Gedankenwelt,
ihre Visionen und ihre Erlebnisse zum Ausdruck bringen können. Das große
Interesse zeigte sich bereits in den vergangenen Jahren an den vielen
Einreichungen der Schüler. Ich freue mich über einen Wettbewerb, um die
Bedeutung neuer Medien für Kunst und Kultur ins Bewusstsein zu rufen.